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AKTIONPINGUIN GOES PRATTELN – Vizzia macht den Unterschied nachhaltig

von Hans Peter Brugger |

12 Jul 2024

So sah es aus (Bilder siehe unten), als uns T. aus Pratteln schrieb:  Vor dem Kindergarten Gehrenacker, Pratteln (BL), Tag für Tag, Morgen für Morgen seit Jahren. Ein Armutszeugnis. Ein miserables Vorbild für die Kleinen. Zudem gefährlich, unappetitlich, unordentlich, verschandelnd. Aktionpinguin verschaffte sich vor Ort einen Überblick. Nach mehreren Interventionen, Gesprächen, einem Zusammentreffen mit Herrn Schwob von der Gemeindereinigung und Kontakten mit dem Gemeinderat wurde es von Tag zu Tag besser. Aktionpinguin blieb dran und suchte mit Cynthia Vecchio-Lopez nach den frustrierenden Erfahrungen in der Vergangenheit mit teuren herkömmlichen Methoden nach überzeugenden nachhaltigen und tragbaren Lösungen.

Antilittering ist ein Konzert: Anwohnende versprachen, als Raumpaten zu wirken, wann immer es ihnen möglich ist. Die Gemeindereinigung kreuzte bis zu dreimal täglich auf, leerte regelmässig die Mülleimer und schaut ebenfalls zum Rechten. Speziell auch bei der Recyclingstation und auf den verwinkelten Parkplätzen. Das Detailhandelsgeschäft wurde nochmals stärker in die Pflicht genommen und daran erinnert, auf seinem Gelände für permanentes Nolittering besorgt zu sein. Ebenso bei der von ihm betriebenen Pet- und Pac-Recyclingstation. Gemeinsam gings einfacher, dranzubleiben. Auch wenn es immer wieder frustrierende Rückschläge gab. Immerhin: Die Richtung stimmte.

Die Gespräche und der Austausch zwischen Aktionpinguin und der Gemeinde gingen weiter. Denn so die Erfahrung: Regelmässiges Saubermachen durch die Gemeinde, Anwohnende und Pinguine ist das eine.  Respektlose, vermeintlich «schlaue», illegal Müll deponierende Personen zu erfassen, zu verwarnen und zur Rechenschaft zu ziehen, sprich zu erziehen, ist das andere. Nur in Kombination funktionierts auf Dauer.

Pratteln gab sich einen Ruck und startete den wegweisenden Pilotversuch. Die nachhaltige Lösung stammt von www.vizzia.ch. Aktionpinguin hatte die Lausanner Firma an den Sustainable Days in der Messe Basel entdeckt. Sie überzeugt mit KI-basierten, juristisch wasserdichten Lösungen bei hartnäckigen illegalen Deponien-Hotspots in Siedlungsgebieten. Mit minimem Ressourcenaufwand für die Kommunen. Denn wie erwähnt: Alles Einsammeln und Entsorgen durch die Gemeinde und die Helferinnen und Helfer der Aktionpinguin löst das Problem der wiederkehrenden Verschmutzung und Vermüllung nicht nachhaltig, wenn die renitenten VermüllerInnen und SchlaumeierInnen für ihr asoziales Tun nicht zur Rechenschaft gezogen werden. Dies geschieht nun in Pratteln mit so durchschlagendem Erfolg, dass die Gemeinde den Vertrag mit Vizzia verlängert hat.

Ein prototypisches Schulbeispiel, wie sich ein vermüllter Unort in sensibler Umgebung (Kindergarten) zu einem erfreulichen sauberen Gelände mit ein paar wenigen gezielten niederschwelligen Interventionen plus KI wandeln lässt. Wir bleiben dran und danken allen, die dies möglich machten und weiterhin machen.

Die nächsten Sustainable Days finden am 11. und 12. April in der Messe Basel statt. Ein Besuch lohnt sich für alle, denen an einfachen, effizienten und vor allem nachhaltigen Lösungen für eine saubere Stadt und für eine möglichst Littering und illegalen Deponien befreite Umwelt und Natur ernsthaft gelegen ist. Pratteln hat als erste Gemeinde in der Deutschschweiz den Weg vorgezeigt. Sauber macht Freude.

Grosses Pinguindankeschön.